Streckenführung
Vienna City Marathon

Sie wollen tauchen gehen?

Ich habe aber außer Laufen auch noch ein Leben

So reise ich mit Rainhard sehr gerne durch die Weltgeschichte. Dabei erlebt man natürlich auch so einiges.
So waren wir vor vielen Jahren auf Einladung vom Schwager des Präsidenten auf den Malediven.
Er renovierte gerade eine Insel. Wir verlebte, ich glaube den schönsten Urlaub überhaupt. Es gab keine Touristen, nur noch einige Arbeiter und unsere italienischen Freunde, denen die Tauchbasis gehörte.Der Koch besprach
Jeden Morgen mit uns das Menü und die Tischzeiten. Wenn wir tauchen wollten, holten wir uns die Ausrüstung von der Tauchbasis. Nur wenn wir ein Boot zum Tauchen wollten, mussten wir es einige Stunden vorher sagen. Es war einfach toll.
Als es Abschied nehmen hieß, organisierte unser Gastgeber eine genehmigte Sonderfahrt in der Nacht zum Flughafen. Es ist normalerweise verboten, in der Nacht über den Kanal zu fahren.Wenn man die maledivischen Boote kennt, ist klar, warum. Kein Funk, keine Beleuchtung, keine Notrufmöglichkeit.
Wir wollten nicht so lange am Flughafen herumhängen. Damals gabs noch keine Klimaanlage und keine Annehmlichkeiten.
Das bestellte Boot kam an der Insel an. Natürlich kletterten einige Einheimische raus. Man fährt ja nicht umsonst zur Insel. Dann wurde unser Gepäck verladen und wir begannen mit der Verabschiedung. Bussi, Bussi und bleibt alle scgön brav! Plötzlich sagte jemand: Euer Boot fährt weg! Ha Ha Ha unser Boot fährt. Wir lachten und alberten, in der Meinung, das Boot drehe nur um. Es drehte abernicht mehr um und fuhr immer schneller weg…..Wie gesagt, kein Funk kein Telefon, kein nix!!!!
Unser Gastgeber war aber nicht bekümmert. Er holte per Telefon einen seiner Domestiken in Male aus dem Bett, dieser musste zum Hafen laufen, ein Boot auftreiben, zu unserer Insel schicken, um uns abzuholen. Zwischenzeitlich musste er das abgefahrene Boot empfangen und unser Gepäck zum Flughafen bringen, einchecken und mit unseren Boardkarten am Hafen auf uns warten. Ach, ja , die Maschine durfte nicht starten. Damals gab es nur je einen Flug pro Woche von den Malediven nach Europa. Als wir endlich in Male aus dem Boot kletterten, empfing uns ein Fremdling mit unseren Boardkarten und den Gepäckabschnitten. Und alle Flugäste waren ungehalten über die unerklärliche Verspätung des Startes. Aber wir landeten einigermaßen pünktlich zu Hause.