Streckenführung
Vienna City Marathon


Mein ERSTER Halbmarathon

Ich habs geschafft!!! Ich bin meinen ersten Halbmarathon gelaufen!!!! Ich bin durchgekommen!!! Ein tolles Erlebnis! Ich kann es gar nicht in Worte fassen!
Vor dem Start und auch die letzten 2 Tage davor war ich seeeeehr nervös. Die letzte Stunde vor dem Start zitterte ich nur noch. Sogar fremde Läufer haben mich angesprochen, warum ich so nervös bin.

Der Start dann war ganz einfach. Ich lief einfach, aber langsam los. So wie geplant. Nur die Pulsfrequenz spielte verrückt. Ich dachte, wird sich schon geben, bis ich meinen Rhythmus gefunden habe. Ich lief mit Anna, Thomas und Helmut als Begleiter. Anna ging es vom Start weg sehr gut und auch Thomas lief rund und harmonisch. Helmut motivierte uns ständig, zeigte jeden km die Zeit an, versorgte uns mit reichlich Wasser und achtete sogar noch darauf, dass wir genug trinken und uns nicht nur anschütten mit dem Wasser. Nach 10 km war meine Pulsfrequenz noch immer extrem hoch und ich drehte die Pulsmessung einfach ab. Ich fühlte mich dann zwar nicht besser, aber das Gepiepse  war endlich weg. Irgendwann überholte ich Michaela Dorfmeister. Aber ich war schon so kaputt, dass es mir wurscht war. Bei km 14 oder 15 hatte ich einen totalen Einbruch und brauchte für die nächsten 2 km insgesamt 16 min. Thomas war bei mir, ihm ging es nicht viel besser, Anna hatte sich zu diesem Zeitpunkt schon abgesetzt und lief flüssig in weiter Ferne. Helmut konnte Thomas noch mal motivieren und Thomas hängte sich an ein junges Pärchen aus Purkersdorf an. Helmut blieb bei mir und steigerte auch meine Leistung noch einmal, aber viel war einfach nimmer drin. Bei der Brücke vor Krems wollte ich einfach nicht mehr und ging einige Schritte, Aber nur 2 oder 3, denn Helmut wollte es einfach nicht zulassen.

Meine Gedanken drehten sich nur noch um den Zieleinlauf, wenn ich den geschafft habe, wollte ich mich nur noch ins Gras fallen lassen und nie wieder in meinem Leben mehr als max. 10 km in einem Stück laufen. Aber ich holte trotzdem auf und war schon fast bei Anna und Thomas angelangt, die gemeinsam unterwegs waren. Im Zieleinlauf aktivierte ich nochmals alle meine Kräfte und legte, für meinen Zustand, einen gewaltigen Sprint hin.  Kaum im Ziel, schmiss ich mich auf die Wiese und streckte alle viere von mir. Da waren auch schon alle da. Wir umarmten uns, klammerten uns aneinander und waren einfach nur glücklich. Anna und Thomas waren 1 min vor mir ins Ziel gekommen. Wir telefonierten mit unseren Partnern, freuten uns und liefen barfuss über die Wiese. Es war einfach herrlich, göttlich, unvorstellbar, dass wir es geschafft hatten. Anna strahlte übers ganze Gesicht. Die Anstrengung war einfach nicht mehr vorhanden. Haben wir uns überhaupt angestrengt??? War da was???

Beim Auto gab es dann den obligatorischen Sekt von Susanne. Michaela Dorfmeister kam nochmals vorbei, sodass auch meine Freunde sehen konnten, dass es wirklich die Dorfi war. Bei der Heimreise im Auto schliefen Anna und ich schon ganz fest. So ohne Anstrengung war der Tag dann doch nicht gewesen. Und ich werde sicher nochmals einen Halbmarathon laufen. Mit guter Tagesverfassung. Ich will es wissen.