Streckenführung
Vienna City Marathon


... mich laust der Affe

Es ist 7 Uhr früh. Brigitte und ich laufen los. Unsere gewohnte Strecke zum Strand. Dabei laufen wir an einer Baustelle vorbei. Hier entsteht eine lange Einkaufszeile mit Shops und darüber Büros oder Wohnungen.

Ich fühle mich beobachtet. „Brigitte, ich fühle mich beobachtet.“  „Blödsinn, Christine, wer soll uns in aller Frühe zuschauen. Außer vielleicht Thais, aber die tun uns doch nix. Die wundern sich bloß, dass man sich freiwillig bewegt.“

Ich fühle mich nicht wohl. „Brigitte, da oben auf der Baustelle funkeln zwei Augen herunter. Ich hab's deutlich gesehen. Die Augen beobachten uns und wandern mit uns mit.“
„Wo, ich seh nix!“ 


Ich kann mich nicht aufs Laufen konzentrieren. Immer blicke ich hinauf zu der Baustelle. Ich bin sicher, irgend jemand ist dort oben und beobachtet uns.

„Briiiiiigggiiittteee, die Augen haben eine haarige Hand. UHHHH, sogar zwei haarige Pfoten, ES IST EIN AFFE!!!!!“
Durch mein Geschrei aufgeschreckt, richtet sich der Affe auf, brüllt wie am Spieß, gestikuliert wild, als würde er uns winken und hirscht über die Dächer davon. Meine Pulsfrequenz ist über dem Wettkampfs-Sprint-Bereich angelangt.

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