Streckenführung
Vienna City Marathon


Wir laufen wieder die Staffel beim Wien Marathon!

Elfi, Brigitte, Anna und ich laufen wieder die Staffel beim Vienna City Marathon.
Elfi übernimmt die 1. Staffel, Brigitte will ihre Zeit der 2. Etappe verbessern, ich will eigentlich durchkommen, aber unbedingt unter einer Stunde und für Anna heißt die Devise: Durchkommen unter allen Umständen.
Helmut läuft den Halbmarathon und will uns dann noch begleiten. Hauptsächlich Brigitte und dann Anna auf der letzten Etappe.
Elfi startet, übergibt Brigitte und berichtet, wie heiß es schon ist. Helmut erwartet Brigitte am Ring und läuft mit ihr weiter. Brigitte übergibt Helmut an mich und ich starte. Ich bin, wie immer schrecklich nervös und aufgeregt, meine Knie zittern unsäglich. Helmut verlässt mich noch am Ring und sagt, er erwartet mich bei der Rosauer Kaserne. Ich schurle, was das Zeug hält. Dabei lerne ich einen Marathonläufer aus Perchtoldsdorf kennen, bei dem ich mich einige Kilometer anhänge. Er erzählt mir, daß dies bereits sein 21. Marathon ist, er aber immer noch schrecklich aufgeregt ist. Das gehört einfach mit dazu.

Es geht mir ganz gut, aber die Hitze wird unerträglich. Ich habe keine Kappe mit und schütte mir bei den Versorgungsstellen das Wasser über den Kopf. Mein Marathonläufer verabschiedet sich und Helmut taucht plötzlich auf. Er feuert mich auf gewohnte Art und Weise an, reicht mir Wasser, sagt mir die Geschwindigkeit an und rechnet mir die  noch zu laufenden Kilometer aus. Bei der Überquerung der Prater Hauptallee bleibt er zurück und feuert mich noch mal kräftig an. Ich muss noch bis zum Stadion und dann zurück laufen, erst dort erwartet mich Anna. Ich renne, so schnell ich noch kann, weiter. Endlich biege ich in den Parkplatz zur Übergabe ein, da steht Helmut und brüllt: wo bleibst denn so lange!!! Ich denke, ich spinne, da renne ich wie um mein Leben und er brüllt, wo ich denn bleibe! Glaubt er, ich war im Kaffeehaus, oder auf ein Schnitzerl?  Genauso schreit er. Typisch Coach! Hat er kein Mitleid????? Aber ich bin so ausgepumpt, dass ich nicht zurückreden kann. Aber endlich macht sich das Gefühl, es geschafft zu haben, breit. Ich beeile mich, um zum Praterstern zu kommen, denn auf uns alle wartet  noch eine Aufgabe. Wir wollen mit Anna den letzten Kilometer gemeinsam den Ring entlang laufen. Treffpunkt ist vor der Oper. Ich laufe die Praterhauptallee Richtung Praterstern, schmeiße mich in die U1 und komme grad noch rechtzeitig vor Anna und Helmut bei Elfi und Brigitte an. Als Anna und Helmut auftauchen, reihen wir uns ein und laufen gemeinsam den Ring entlang. Es ist einfach toll. Die Zuschauer jubeln uns zu, wir winken, fassen uns bei den Händen und laufen zusammen ins Ziel.
Im Ziel erwartet uns Karin mit gekühlten Sekt und lässt uns hochleben. Hier gesteht uns Helmut, dass er eigentlich bei der Oper, als wir eingestiegen sind, aufgeben wollte. Elfi schaut ganz lieb und meint, Helmut, wenn Du aufgibst und stehnbleibst, dann können wir auch nicht weiterlaufen. Wir brauchen dich doch. Wir machen dir alles nach.

Wir genießen noch einige Zeit das wunderbare Gefühl, es geschafft zu haben.
Ich habe leider meine Wunschzeit nicht erreicht. Ich wollte unter einer Stunde bleiben, habe aber 1,00.09 gebraucht. Kann man nix machen. Bis zum nächsten Lauf, den Frauenlauf im Prater. 10 km.